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4. Dezember 2018

Willkommen

bei der Evangelischen Zehntgemeinschaft Jerichow!

Seit 1999 stellen Pfarrerinnen und Pfarrer im Ruhestand einen Teil ihrer Zeit zur Verfügung, um Gastdienste in Kirchengemeinden zu übernehmen, die auf Unterstützung angewiesen sind. Auf unseren Internetseiten können Sie mehr erfahren über diese Gemeinschaft mit Sitz in Jerichow – auch darüber, wie Sie ihre Dienste in Anspruch nehmen oder selbst mitarbeiten können.

Für weitere Informationen stehen wir gerne zur Verfügung.

Hermann de Boer, Leiter der EZG

4. September 2019

Angedacht – Gedanken zum Monatsspruch

Wie es dir möglich ist: Aus dem Vollen schöpfend – gib davon Almosen! Wenn dir wenig möglich ist, fürchte dich nicht, aus dem Wenigen Almosen zu geben!

Tobias 4,8

Der Monatsspruch für Oktober steht in den alttestamentlichen Apokryphen. Das sind verborgene Schriften, biblische Bücher, die nicht zum Kanon der Bibel gezählt werden. In der katholischen Bibel werden sie mit aufgeführt. Martin Luther schrieb dazu: „Das sind Bücher, so der Heiligen Schrift nicht gleich gehalten, und doch nützlich zu lesen sind.“ Da das Buch Tobit (oder auch Tobias) ein eher unbekanntes Buch ist, will ich ein paar Bemerkungen vorweg schicken.

Tobit beschreibt das Schicksal seiner Familie. Sie sind ständig Gefahren und Krankheiten ausgesetzt. Aber sie erleben immer wieder wunderbare Bewahrung. Das Geschehen spielt in der assyrischen Hauptstadt Ninive und Umgebung, wohin Tobit – vom nordisraelitischen Stamm Naftali stammend – nach 722 v.Chr. verbannt worden ist (1,9-11).

Das Buch macht deutlich, dass jeder Israelit in den Nöten der Weltdiaspora die rettende Hilfe seines Gottes erfahren kann, wenn er in Treue zu diesem Gott und seinem Gesetz, aber auch zum Gottesvolk und den Überlieferungen der Väter steht.

Die Übersetzung des Monatsspruchs ist der neuen Einheitsübersetzung entnommen. Zur Ergänzung möchte ich die Übersetzung der Luther-Bibel von 2017 hinzufügen: Nach deinem Vermögen gib Almosen; auch wenn du nur wenig hast, scheue dich nicht, wenig Almosen zu geben.

Almosen zu geben, ist heute nicht mehr so angesagt. Es gibt staatliche Leistungen, die wir für ausreichend halten. Und wenn wir dann mal durch die Innenstädte gehen, fallen uns zwar die Obdachlosen auf, aber wir sind schnell mit einem Urteil dabei. Oft ist es eine Ausrede, warum wir nichts geben wollen: „Der ist doch selbst schuld, er kann doch arbeiten gehen oder hartzen!“ – „Die sammeln doch mehr ein, als manch ein Rentner bekommt!“ – „Das sind doch ausländische Banden, die hier nur ausgesetzt werden, körperliche Leiden vortäuschen und hier großen Reibach machen!“ – „Der soll doch nur seinen Hund abschaffen, dann hat er doch genug.“

Das mögen Einwände sein, die hin und wieder zutreffen. Ich habe einmal mit einem dieser Obdachlosen einen Döner gegessen. Ich hatte gerade eine positive Nachricht erhalten, dass mein Krebs sich noch nicht wieder gemeldet hatte. Dieser Mann von der Straße erzählte mir, dass er auf Grund seiner Scheidung aus der Bahn geworfen war. Plötzlich konnte er seine Wohnung nicht mehr halten. Die Arbeitsstelle war durch die Beziehungsprobleme verloren gegangen. Jetzt konnte er eine neue Arbeit anfangen, hatte aber keine Wohnung, und eine Wohnung bekam er nicht, weil er keine Arbeit hatte oder sie zu teuer war.

Almosen geben kann auf vielfältige Art geschehen. Es gibt viele Möglichkeiten, und es muss nicht direkt geschehen. Hören wir doch auf Tobit. Wenn wir aus dem Vollen schöpfen, sollen wir Almosen geben. Aus dem Vollen schöpfen, so gut geht es nicht jedem. Aber auch wenn wir nur wenig haben, sollen wir uns nicht fürchten, etwas zu geben. Damit macht Tobit darauf aufmerksam, dass er in seinem Leben auch bei allen Gefahren, Krankheiten und anderen Nachteilen immer wieder erfahren hat, dass er nie von Gott verlassen war.

In der neuen Luther-Übersetzung heißt es: scheue dich nicht, wenig Almosen zu geben. Das weist auf einen anderen Aspekt hin. Manchmal erscheinen uns 10 Cent zu wenig, weil wir vielleicht nicht mehr haben und wir schämen uns dafür. Aber es kommt darauf an, dass wir von Herzen geben.

Wie sind unsere Erfahrungen mit Gott? Sind die vergleichbar mit Tobits? Vielleicht sind wir nicht so bedroht oder Krankheiten ausgesetzt. Aber wir haben erfahren, dass Gott da ist. Erinnern wir uns doch an diese Erfahrung, um anderen gegenüber großzügig zu sein.

Werner Wiebe

1. Juli 2019

Neuigkeiten EZG

Die neue Saison hat begonnen

Die ersten Gastdienste in diesem Jahr sind bereits beendet, andere beginnen in den kommenden Tagen oder Wochen. Insgesamt konnten wir bisher 37 Gastdienste für das Jahr 2019 vermitteln. Die Einsatzorte reichen von Eisenhüttenstadt im Osten (Brandenburg) bis Werferlingen im Westen (Sachsen-Anhalt) und von der Reuterstadt Stavenhagen im Norden (Mecklenburg) bis Unterkatz im Süden (Thüringen). Dazu kommt der Präsenzdienst in der Klosterkirche Jerichow. Vom 1. Juni bis zum 15. September sind wieder neun Mitglieder der Evangelischen Zehntgemeinschaft dort im Einsatz.

Erfreulicherweise haben sich wieder viele aus dem Kreis der EZG für einen Gastdienst bereit erklärt, mehrere zum ersten Mal. Einige übernehmen sogar zwei oder drei Dienste in diesem Jahr. Leider mussten wir drei Gemeinden aber auch absagen, weil wir dafür niemanden mehr finden konnten. Einige unserer Mitglieder haben ihre Mitarbeit aus Altersgründen beendet, andere können in diesem Jahr aus gesundheitlichen Gründen keinen Dienst wahrnehmen.

Um auch in Zukunft möglichst allen Nachfragen aus den Gemeinden nachkommen zu können, brauchen wir dringend weitere Pfarrerinnen und Pfarrer im Ruhestand, die ihre Zeit zur Verfügung stellen und bei der Evangelischen Zehntgemeinschaft mitarbeiten.

„Wir haben Zeit – Wir geben Zeit“ – Neuer Flyer der EZG

Werbung ist wichtig, damit Pfarrerinnen und Pfarrer im Ruhestand neu zur Evangelischen Zehntgemeinschaft hinzukommen. Wir haben deshalb einen neuen Flyer erstellt mit Informationen und Kontaktadressen.

Dieser Flyer ist in unserem Büro in Jerichow oder bei Hermann de Boer erhältlich. Wer die Möglichkeit hat, kann den Flyer gerne an Interessierte weitergeben.

21. Konvent in Jerichow

Auch in diesem Jahr wird wieder ein Konvent der Evangelischen Zehntgemeinschaft stattfinden, und zwar vom 7. bis 9. November 2019. 30 Jahre nach dem Fall der Mauer soll das Verhältnis zwischen Ost und West in Deutschland im Mittelpunkt stehen. Dazu haben wir Christoph Dieckmann, Journalist und Buchautor aus Berlin, zum Gespräch und zu einer Lesung eingeladen.

Außerdem geht es bei dem Treffen darum, einander kennenzulernen, Erfahrungen auszutauschen und aktuelle Entwicklungen wahrzunehmen. Hermann de Boer, der neue Leiter der EZG, wird seinen ersten Bericht geben. Ein gemeinsamer Ausflug führt in die nähere Umgebung.

4. Dezember 2018

Neuigkeiten

30. November 2018

Auf gute Zusammenarbeit

Auf dem 20. Konvent, der Anfang November 2018 in Jerichow stattgefunden hat, wurde ich als neuer Leiter der EZG eingeführt. Nachdem ich in den vergangenen Jahren selbst Gastdienste in mehreren Gemeinden wahrgenommen habe, freue ich mich nun auf die neue Aufgabe. Mir liegt an einem guten Kontakt zu allen, die in der EZG mitarbeiten, wie auch zu den Gemeinden und Kirchenkreisen, die Gastdienste in Anspruch nehmen möchten. Ich werde mich besonders darum bemühen, Pfarrerinnen und Pfarrer, die erst in jüngster Zeit in den Ruhestand gegangen sind, für die EZG zu gewinnen. Denn unsere Gastdienste eröffnen neue Einsichten, fördern Begegnungen und sind eine wirksame Unterstützung für viele Gemeinden.

Ich hoffe auf eine gute Zusammenarbeit und danke für das Vertrauen.

Hermann de Boer, Superintendent i.R.

Der alte und der neue "Oberbruder"

14. November 2018

Ein neuer “Oberbruder”

Der 20. EZG-Konvent liegt hinter uns. 32 Personen nahmen teil am Erfahrungsaustausch, dem Besuch der ehemaligen Bishofsresidenz und hörten den Vortrag von Dr. Zimmerling über “Glauben lernen auf den Spuren Bonhoeffers – Seelsorge und Spiritualität”. Am Samstag erfolgte im Zusammenhang mit dem Reisesegen meine Entpflichtung als Leiter der EZG und die Beauftragung von Sup.i.R. Hermann de Boer. Somit hat die EZG von nun an einen anderen Leiter. Die für diese Seite damit verbundenen Änderungen werden in nächster Zeit durchgeführt.

Ich danke allen, die mich in den 15 Jahren “Amtszeit” in der Arbeit und und die EZG überhaupt unterstützt haben.
Peter Diederichs Pfr.i.R.

21. September 2018

20. Konvent in Jerichow

Nach dem Konvent ist vor dem Konvent. Der nächste, es wird der zwanzigste sein, soll am 8. bis 10. November statt finden. Da treffen wir uns, um einander näher kennen zu lernen, Erfahrungen auszutauschen, Neues zu hören.
Auf dem Programm stehen ein Ausflug in die Umgebung, ein Vortrag und eine Aufführung des Theaters der Altmark (TdA), sowie Bericht aus und Planung der weiteren Arbeit.

1. Mai 2018

Pfarrerinnen und Pfarrer im Ruhestand

Wir suchen Ruheständlerinnen und Ruheständler, die Freude daran haben, Neues zu erfahren und bereit sind sich mit ihren Fähigkeiten und Erfahrungen für drei oder vier Wochen in einen Gastdienst einzubringen. Das ist zugleich die Gelegenheit, einzigartige Teile Deutschlands kennen zu lernen, Gebiete, die für viele einmal unerreichbar waren, und dabei Menschen und Kirchengemeinden zu begegnen, die eine besonderen Geschichte erlebt haben.
Immer wieder erreichen uns Nachfragen von dort.

Rufen Sie ruhig an, wenn Sie Näheres wissen wollen (0173-8089741)

Pfr.i.R. Peter Diederichs

10. April 2017

Etwas fürs Ohr

Hier sollen Sie einmal etwas über Tondokumente von der Ev. Zehntgemeinschaft hören. Viel Spaß!

Radio Jade, Sendung “Angedacht” von Ursula Plote (Pastorin im Ruhestand)

Radio M, ein Beitrag von Mareike Andert

29. August 2016

“alles hat seine Zeit”

nicht nur der Sommer, von dem wir uns langsam verabschieden müssen, auch manche, sehr einsatzfreudige Mitarbeiter/innen aus dem Kreis der Ev. Zehntgemeinschaft ziehen sich zurück. Sie merken, dass es nicht mehr so geht wie noch vor ein paar Jahren. Und daher bin ich immer auf der Suche nach “Neuen”, nach Personen, die wirklich bereit sind, drei oder vier Wochen lang etwas ganz Anderes zu erfahren. Denn das ist der Gewinn eines “Gastdienstes”,  andere Strukturen, andere Gemeinden, andere Menschen und große Dankbarkeit zu erleben. Hinzu kommt die Erfahrung, “dass man gebraucht wird”, wenn durch Urlaub, Krankheit, Fortbildung oder Vakanz Hilfe nötig ist.

Ruheständlerinnen und Ruhständler, die Näheres wissen möchten, mögen sich bei mir melden (02855-961206 / 0173 8089 741)

Peter Diederichs, Pfr.i.R.