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4. Dezember 2018

Willkommen

bei der Evangelischen Zehntgemeinschaft Jerichow!

Seit 1999 stellen Pfarrerinnen und Pfarrer im Ruhestand einen Teil ihrer Zeit zur Verfügung, um Gastdienste in Kirchengemeinden zu übernehmen, die auf Unterstützung angewiesen sind. Auf unseren Internetseiten können Sie mehr erfahren über diese Gemeinschaft mit Sitz in Jerichow – auch darüber, wie Sie ihre Dienste in Anspruch nehmen oder selbst mitarbeiten können.

Für weitere Informationen stehen wir gerne zur Verfügung.

Hermann de Boer, Leiter der EZG

1. Juli 2019

Neuigkeiten EZG

Die neue Saison hat begonnen

Die ersten Gastdienste in diesem Jahr sind bereits beendet, andere beginnen in den kommenden Tagen oder Wochen. Insgesamt konnten wir bisher 37 Gastdienste für das Jahr 2019 vermitteln. Die Einsatzorte reichen von Eisenhüttenstadt im Osten (Brandenburg) bis Werferlingen im Westen (Sachsen-Anhalt) und von der Reuterstadt Stavenhagen im Norden (Mecklenburg) bis Unterkatz im Süden (Thüringen). Dazu kommt der Präsenzdienst in der Klosterkirche Jerichow. Vom 1. Juni bis zum 15. September sind wieder neun Mitglieder der Evangelischen Zehntgemeinschaft dort im Einsatz.

Erfreulicherweise haben sich wieder viele aus dem Kreis der EZG für einen Gastdienst bereit erklärt, mehrere zum ersten Mal. Einige übernehmen sogar zwei oder drei Dienste in diesem Jahr. Leider mussten wir drei Gemeinden aber auch absagen, weil wir dafür niemanden mehr finden konnten. Einige unserer Mitglieder haben ihre Mitarbeit aus Altersgründen beendet, andere können in diesem Jahr aus gesundheitlichen Gründen keinen Dienst wahrnehmen.

Um auch in Zukunft möglichst allen Nachfragen aus den Gemeinden nachkommen zu können, brauchen wir dringend weitere Pfarrerinnen und Pfarrer im Ruhestand, die ihre Zeit zur Verfügung stellen und bei der Evangelischen Zehntgemeinschaft mitarbeiten.

„Wir haben Zeit – Wir geben Zeit“ – Neuer Flyer der EZG

Werbung ist wichtig, damit Pfarrerinnen und Pfarrer im Ruhestand neu zur Evangelischen Zehntgemeinschaft hinzukommen. Wir haben deshalb einen neuen Flyer erstellt mit Informationen und Kontaktadressen.

Dieser Flyer ist in unserem Büro in Jerichow oder bei Hermann de Boer erhältlich. Wer die Möglichkeit hat, kann den Flyer gerne an Interessierte weitergeben.

21. Konvent in Jerichow

Auch in diesem Jahr wird wieder ein Konvent der Evangelischen Zehntgemeinschaft stattfinden, und zwar vom 7. bis 9. November 2019. 30 Jahre nach dem Fall der Mauer soll das Verhältnis zwischen Ost und West in Deutschland im Mittelpunkt stehen. Dazu haben wir Christoph Dieckmann, Journalist und Buchautor aus Berlin, zum Gespräch und zu einer Lesung eingeladen.

Außerdem geht es bei dem Treffen darum, einander kennenzulernen, Erfahrungen auszutauschen und aktuelle Entwicklungen wahrzunehmen. Hermann de Boer, der neue Leiter der EZG, wird seinen ersten Bericht geben. Ein gemeinsamer Ausflug führt in die nähere Umgebung.

30. Juni 2019

Angedacht – Gedanken zum Monatsspruch

Ein jeder Mensch sei schnell zum Hören, langsam zum Reden, langsam zum Zorn.


Jak. 1,19          Monatsspruch für Juli

„Da ergrimmte Kain gar sehr und blickte finster… Und als sie auf dem Feld waren, erhob sich Kain wider seinen Bruder und schlug ihn tot.“  Gen. 4, 5.8

Und wenn die beiden miteinander geredet hätten, damals?
Und wenn die Kains und Abels aller Zeiten miteinander reden würden, ehe der Zorn zu groß wird, ehe man einander nicht mehr zuhören kann, ehe man keine Worte mehr findet?

Könnte die Geschichte der Geschwister zu allen Zeiten, auch die Geschichte verwandter Völker, auch die Geschichte verwandter Religionen anders weitergehen? Könnte die Ge-schichte von Neid und Eifersucht, Verletzung und Hass ein anderes Ende finden- und die Versöhnten dann Andere, Fremde einbeziehen in die Geschichte des Verstehens und Miteinander-Lebens?

„Da ergrimmte Kain gar sehr und blickte finster.“

Und wenn er sich selbst eingestanden hätte: „Ich bin neidisch auf meinen Bruder! Immer wird der bevorzugt! Immer achtet Jeder nur auf ihn, und ich stehe im Hintergrund!“
Und wenn er Gott zur Rede gestellt hätte: „Machst DU es auch so? Siehst du auch nur den Abel? Ist sein Opfer mehr wert als meins? -Ja, ich merke es doch: Auch du magst ihn lieber!“
Wer weiß, was geschehen und vor allem nicht geschehen würde, wäre Kain ehrlich sich selbst gegenüber und ehrlich Gott gegenüber! (Viele Psalmen zeigen uns, wie solche Ehrlichkeit Worte findet!)

„Da ergrimmte Kain gar sehr und blickte finster.“

Und wenn Kain seinem Bruder eingestehen würde: „Ich ertrage es nicht, dass du immer der Bessere, der Liebere, der Frömmere, der Tüchtigere bist!“
Und wenn Abel seinem Bruder sagen würde: „Ich beneide dich, weil du der Ältere bist, weil du schon da warst, bevor ich geboren bin. Mit irgendwas muss ich dich doch überholen können!“

Wer weiß, was geschieht, wenn die Kains und die Abels miteinander reden! Womöglich lachen sie am Ende des Gesprächs?

„Ein jeder Mensch sei schnell (bereit) zum Hören, er lasse sich Zeit zum Nachdenken und rede dann. Ein jeder Mensch sei langsam zum Zorn (vielleicht verflüchtigt sich der Zorn unterwegs).
„Und als Jesus in den Tempel hineingegangen war, fing er an, die, welche im Tempel verkauften und kauften, hinauszutreiben und stieß die Tische der Wechsler und die Sitze
der Taubenverkäufer um und ließ es nicht zu, dass jemand ein Gefäß durch den Tempel trug. Und er lehrte und sprach: Steht nicht geschrieben: Mein Haus soll ein Bethaus heißen für alle Völker? Ihr aber habt es zu einer Räuberhöhle gemacht!“


Langsam zum Reden, langsam zum Zorn, schnell zum Hören- ist manchmal auch Anderes dran?

Jesus ist zuerst zornig und erst dann lehrt er!
Distanziertes Sortieren, Differenzieren, Erklären, Verstehen gelingt nicht immer und kommt auch nicht immer an.
Wer leidenschaftlich für eine Sache einsteht, wer leidenschaftlich für Gott einsteht, kann in Situationen kommen, in denen Schreien dran ist.

„Nur wer für die Juden schreit, darf gregorianisch singen“, hat Dietrich Bonhoeffer gemahnt, und seine Mahnung gilt noch immer.
Zuhören – ja.
Besonnen reden – ja.
Beten und singen – ja.
Aber: Manchmal ist Schreien dran!
Schreien gegen Gewalt – trotz der nötigen Ursachenforschung.
Protest gegen Missachtung von Menschen – trotz aller Erklärungen für ihre Intoleranz.

Lieber Jakobus, es ist nicht immer die Zeit für` s geduldige Zuhören- aber oft, das lasse ich mir von dir sagen!
Es ist nicht immer die Zeit, lange darüber nachzudenken, ob wir den Mund aufmachen sollen, unsere Kirche war allzu oft zu langsam zum Reden, zu langsam zum Schreien, zu langsam zum Zorn gegen das Unrecht!
Bert Brecht:
„Dabei wissen wir doch:
Auch der Hass gegen die Niedrigkeit
verzerrt die Züge.
Auch der Zorn über das Unrecht
macht die Stimme heiser.“

Ja, so ist es. Aber ein freundliches Gesicht und eine volle Stimme sind nicht das Wichtigste!

Und doch, Bruder Jakobus – in einem zweiten Anlauf denke ich, du hast recht: Rechtzeitig zuhören, rechtzeitig verstehen, was ist und was anders sein sollte, rechtzeitig reden, eindringlich und ruhig, mag hie und da das zornige Geschrei unnötig machen. Hie und da, nicht immer.

Dorothee Gammel

4. Dezember 2018

Neuigkeiten

30. November 2018

Auf gute Zusammenarbeit

Auf dem 20. Konvent, der Anfang November 2018 in Jerichow stattgefunden hat, wurde ich als neuer Leiter der EZG eingeführt. Nachdem ich in den vergangenen Jahren selbst Gastdienste in mehreren Gemeinden wahrgenommen habe, freue ich mich nun auf die neue Aufgabe. Mir liegt an einem guten Kontakt zu allen, die in der EZG mitarbeiten, wie auch zu den Gemeinden und Kirchenkreisen, die Gastdienste in Anspruch nehmen möchten. Ich werde mich besonders darum bemühen, Pfarrerinnen und Pfarrer, die erst in jüngster Zeit in den Ruhestand gegangen sind, für die EZG zu gewinnen. Denn unsere Gastdienste eröffnen neue Einsichten, fördern Begegnungen und sind eine wirksame Unterstützung für viele Gemeinden.

Ich hoffe auf eine gute Zusammenarbeit und danke für das Vertrauen.

Hermann de Boer, Superintendent i.R.

Der alte und der neue "Oberbruder"

14. November 2018

Ein neuer “Oberbruder”

Der 20. EZG-Konvent liegt hinter uns. 32 Personen nahmen teil am Erfahrungsaustausch, dem Besuch der ehemaligen Bishofsresidenz und hörten den Vortrag von Dr. Zimmerling über “Glauben lernen auf den Spuren Bonhoeffers – Seelsorge und Spiritualität”. Am Samstag erfolgte im Zusammenhang mit dem Reisesegen meine Entpflichtung als Leiter der EZG und die Beauftragung von Sup.i.R. Hermann de Boer. Somit hat die EZG von nun an einen anderen Leiter. Die für diese Seite damit verbundenen Änderungen werden in nächster Zeit durchgeführt.

Ich danke allen, die mich in den 15 Jahren “Amtszeit” in der Arbeit und und die EZG überhaupt unterstützt haben.
Peter Diederichs Pfr.i.R.

21. September 2018

20. Konvent in Jerichow

Nach dem Konvent ist vor dem Konvent. Der nächste, es wird der zwanzigste sein, soll am 8. bis 10. November statt finden. Da treffen wir uns, um einander näher kennen zu lernen, Erfahrungen auszutauschen, Neues zu hören.
Auf dem Programm stehen ein Ausflug in die Umgebung, ein Vortrag und eine Aufführung des Theaters der Altmark (TdA), sowie Bericht aus und Planung der weiteren Arbeit.

1. Mai 2018

Pfarrerinnen und Pfarrer im Ruhestand

Wir suchen Ruheständlerinnen und Ruheständler, die Freude daran haben, Neues zu erfahren und bereit sind sich mit ihren Fähigkeiten und Erfahrungen für drei oder vier Wochen in einen Gastdienst einzubringen. Das ist zugleich die Gelegenheit, einzigartige Teile Deutschlands kennen zu lernen, Gebiete, die für viele einmal unerreichbar waren, und dabei Menschen und Kirchengemeinden zu begegnen, die eine besonderen Geschichte erlebt haben.
Immer wieder erreichen uns Nachfragen von dort.

Rufen Sie ruhig an, wenn Sie Näheres wissen wollen (0173-8089741)

Pfr.i.R. Peter Diederichs

10. April 2017

Etwas fürs Ohr

Hier sollen Sie einmal etwas über Tondokumente von der Ev. Zehntgemeinschaft hören. Viel Spaß!

Radio Jade, Sendung “Angedacht” von Ursula Plote (Pastorin im Ruhestand)

Radio M, ein Beitrag von Mareike Andert

29. August 2016

“alles hat seine Zeit”

nicht nur der Sommer, von dem wir uns langsam verabschieden müssen, auch manche, sehr einsatzfreudige Mitarbeiter/innen aus dem Kreis der Ev. Zehntgemeinschaft ziehen sich zurück. Sie merken, dass es nicht mehr so geht wie noch vor ein paar Jahren. Und daher bin ich immer auf der Suche nach “Neuen”, nach Personen, die wirklich bereit sind, drei oder vier Wochen lang etwas ganz Anderes zu erfahren. Denn das ist der Gewinn eines “Gastdienstes”,  andere Strukturen, andere Gemeinden, andere Menschen und große Dankbarkeit zu erleben. Hinzu kommt die Erfahrung, “dass man gebraucht wird”, wenn durch Urlaub, Krankheit, Fortbildung oder Vakanz Hilfe nötig ist.

Ruheständlerinnen und Ruhständler, die Näheres wissen möchten, mögen sich bei mir melden (02855-961206 / 0173 8089 741)

Peter Diederichs, Pfr.i.R.