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4. Dezember 2018

Willkommen

bei der Evangelischen Zehntgemeinschaft Jerichow!

Seit 1999 stellen Pfarrerinnen und Pfarrer im Ruhestand einen Teil ihrer Zeit zur Verfügung, um Gastdienste in Kirchengemeinden zu übernehmen, die auf Unterstützung angewiesen sind. Auf unseren Internetseiten können Sie mehr erfahren über diese Gemeinschaft mit Sitz in Jerichow – auch darüber, wie Sie ihre Dienste in Anspruch nehmen oder selbst mitarbeiten können.

Für weitere Informationen stehen wir gerne zur Verfügung.

Hermann de Boer, Leiter der EZG

30. Oktober 2019

Angedacht – Gedanken zum Monatsspruch

Aber ich weiß, dass mein Erlöser lebt!

Hiob 19, 25

Dieses ist wohl der bekannteste Vers aus dem Buch Hiob. Damit sind wir erst in der Mitte des Buches. Die große Erkenntnis Hiobs steht noch aus: Wir lesen davon in Kapitel 42. Unser Monatsspruch ist jedoch eine wichtige Etappe auf dem Weg zu dieser Erkenntnis. Hiob hat jede Menge „Hiobsbotschaften“ erhalten. Sein ganzer Reichtum ist dahin, seine Kinder sind tot und er selber ist schwer krank. Seine Frau, die als einzige aus der Familie übrig geblieben ist, rät ihm: „Hältst du noch fest an deiner Frömmigkeit? Fluche Gott und stirb!“ (2, 9). Auch seine Freunde Elifas, Bildas und Zofar sind keine Hilfe. In ihren Augen hat Hiob gesündigt und wird dafür bestraft. Aber Hiob hält trotzdem an seiner Sicht der Dinge fest: Ich habe mir nichts zuschulden kommen lassen. Gott straft mich ohne Grund. In Kapitel 31 bestätigt er dies noch einmal. In den Reden Elihus, die zunächst einmal an die Reden der anderen drei Freunde erinnern, wird dann doch der Blick auf die Souveränität und Größe Gottes gelenkt. Durch die danach folgenden Reden Gottes kommt Hiob zur rechten Erkenntnis.

Die Situation Hiobs in unserem Monatsspruch ist also noch weit von der entscheidenden Erkenntnis entfernt. Umso mehr ist hervorzuheben, dass Hiob in dieser Situation den Blick auf Gott richtet. Er hört nicht auf seine Frau. Er lässt sich nicht durch das Unglück, das ihn getroffen hat, vom Glauben an Gott abbringen.

Das ganze Buch schildert uns, wie wir mit Leid umgehen können. Die Frage der Theodizee, der Rechtfertigung Gottes, ist eine der Fragen, die heute viele Menschen an der Existenz eines allmächtigen Gottes zweifeln lässt. Wir sind heute mit so viel Leid konfrontiert. Und wir fragen uns, wie das mit einem allmächtigen, liebenden Gott in Einklang zu bringen ist. Durch unsere heutigen Medien bekommen wir alles direkt ins Haus geliefert, und wir sind dabei oft schrecklichen Bildern ausgesetzt. Leid begegnet uns in Form von Krieg, Terror und Hass. Diese Form des Leides lässt sich noch erklären, weil sie durch Menschen verursacht ist. Macht, Ansehen, Geld und Einfluss spielen dabei oft eine entscheidende Rolle. Hass kommt auf, wenn ich mich zurückgesetzt fühle und ich Leid durch andere Menschen erfahren habe.

Aber die andere Seite des Leids entsteht durch Naturkatastrophen wie Erdbeben, Tsunamis oder durch persönliche Schicksalsschläge wie Krankheiten, wie z.B. Krebs. Gerade hier lautet dann oft der Vorwurf: Wenn ein guter allmächtiger Gott existiert, wie kann er dann zulassen, das Unschuldige leiden müssen. Das Fazit daraus ist dann: Entweder ist Gott nicht gut, oder er ist nicht allmächtig. Leider führt dies bei vielen Menschen dazu, dass sie an Gott zweifeln und sich damit von ihm abwenden.

Auf diese unlösbare Frage antwortet der britische emeritierte Mathematik Professor John Lennox: „Wenn wir Mathematiker jahrhundertelang erfolglos versuchen, eine Frage zu lösen, dann wenden wir manchmal ein: Gibt es eine bessere, berechtigtere Frage? Ich würde die Frage anders stellen: Gibt es Hinweise für einen Gott, dem wir trotz dieses unlösbaren Problems vertrauen können?“

Und da gibt es eine eigentümliche Antwort: Wir Christen glauben, dass Gott selber Mensch wurde – daran erinnern wir zu Weihnachten – und am Kreuz gestorben ist – Karfreitag. Aus diesem Geschehen wird deutlich, dass man das Leiden zwar nicht erklären kann; aber wir wissen: Gott ist nicht fern von unserem menschlichen Leid. Er kennt es, er hat es selbst durchlitten. Es gibt keinen besseren Zuspruch in Leid und Trauer als das Wissen, dass Gott selber es ertragen hat und in unserem Leid an unserer Seite steht.

Werner Wiebe

1. Juli 2019

Neuigkeiten EZG

Die neue Saison hat begonnen

Die ersten Gastdienste in diesem Jahr sind bereits beendet, andere beginnen in den kommenden Tagen oder Wochen. Insgesamt konnten wir bisher 37 Gastdienste für das Jahr 2019 vermitteln. Die Einsatzorte reichen von Eisenhüttenstadt im Osten (Brandenburg) bis Werferlingen im Westen (Sachsen-Anhalt) und von der Reuterstadt Stavenhagen im Norden (Mecklenburg) bis Unterkatz im Süden (Thüringen). Dazu kommt der Präsenzdienst in der Klosterkirche Jerichow. Vom 1. Juni bis zum 15. September sind wieder neun Mitglieder der Evangelischen Zehntgemeinschaft dort im Einsatz.

Erfreulicherweise haben sich wieder viele aus dem Kreis der EZG für einen Gastdienst bereit erklärt, mehrere zum ersten Mal. Einige übernehmen sogar zwei oder drei Dienste in diesem Jahr. Leider mussten wir drei Gemeinden aber auch absagen, weil wir dafür niemanden mehr finden konnten. Einige unserer Mitglieder haben ihre Mitarbeit aus Altersgründen beendet, andere können in diesem Jahr aus gesundheitlichen Gründen keinen Dienst wahrnehmen.

Um auch in Zukunft möglichst allen Nachfragen aus den Gemeinden nachkommen zu können, brauchen wir dringend weitere Pfarrerinnen und Pfarrer im Ruhestand, die ihre Zeit zur Verfügung stellen und bei der Evangelischen Zehntgemeinschaft mitarbeiten.

„Wir haben Zeit – Wir geben Zeit“ – Neuer Flyer der EZG

Werbung ist wichtig, damit Pfarrerinnen und Pfarrer im Ruhestand neu zur Evangelischen Zehntgemeinschaft hinzukommen. Wir haben deshalb einen neuen Flyer erstellt mit Informationen und Kontaktadressen.

Dieser Flyer ist in unserem Büro in Jerichow oder bei Hermann de Boer erhältlich. Wer die Möglichkeit hat, kann den Flyer gerne an Interessierte weitergeben.

21. Konvent in Jerichow

Auch in diesem Jahr wird wieder ein Konvent der Evangelischen Zehntgemeinschaft stattfinden, und zwar vom 7. bis 9. November 2019. 30 Jahre nach dem Fall der Mauer soll das Verhältnis zwischen Ost und West in Deutschland im Mittelpunkt stehen. Dazu haben wir Christoph Dieckmann, Journalist und Buchautor aus Berlin, zum Gespräch und zu einer Lesung eingeladen.

Außerdem geht es bei dem Treffen darum, einander kennenzulernen, Erfahrungen auszutauschen und aktuelle Entwicklungen wahrzunehmen. Hermann de Boer, der neue Leiter der EZG, wird seinen ersten Bericht geben. Ein gemeinsamer Ausflug führt in die nähere Umgebung.

4. Dezember 2018

Neuigkeiten

30. November 2018

Auf gute Zusammenarbeit

Auf dem 20. Konvent, der Anfang November 2018 in Jerichow stattgefunden hat, wurde ich als neuer Leiter der EZG eingeführt. Nachdem ich in den vergangenen Jahren selbst Gastdienste in mehreren Gemeinden wahrgenommen habe, freue ich mich nun auf die neue Aufgabe. Mir liegt an einem guten Kontakt zu allen, die in der EZG mitarbeiten, wie auch zu den Gemeinden und Kirchenkreisen, die Gastdienste in Anspruch nehmen möchten. Ich werde mich besonders darum bemühen, Pfarrerinnen und Pfarrer, die erst in jüngster Zeit in den Ruhestand gegangen sind, für die EZG zu gewinnen. Denn unsere Gastdienste eröffnen neue Einsichten, fördern Begegnungen und sind eine wirksame Unterstützung für viele Gemeinden.

Ich hoffe auf eine gute Zusammenarbeit und danke für das Vertrauen.

Hermann de Boer, Superintendent i.R.

Der alte und der neue "Oberbruder"

14. November 2018

Ein neuer “Oberbruder”

Der 20. EZG-Konvent liegt hinter uns. 32 Personen nahmen teil am Erfahrungsaustausch, dem Besuch der ehemaligen Bishofsresidenz und hörten den Vortrag von Dr. Zimmerling über “Glauben lernen auf den Spuren Bonhoeffers – Seelsorge und Spiritualität”. Am Samstag erfolgte im Zusammenhang mit dem Reisesegen meine Entpflichtung als Leiter der EZG und die Beauftragung von Sup.i.R. Hermann de Boer. Somit hat die EZG von nun an einen anderen Leiter. Die für diese Seite damit verbundenen Änderungen werden in nächster Zeit durchgeführt.

Ich danke allen, die mich in den 15 Jahren “Amtszeit” in der Arbeit und und die EZG überhaupt unterstützt haben.
Peter Diederichs Pfr.i.R.

21. September 2018

20. Konvent in Jerichow

Nach dem Konvent ist vor dem Konvent. Der nächste, es wird der zwanzigste sein, soll am 8. bis 10. November statt finden. Da treffen wir uns, um einander näher kennen zu lernen, Erfahrungen auszutauschen, Neues zu hören.
Auf dem Programm stehen ein Ausflug in die Umgebung, ein Vortrag und eine Aufführung des Theaters der Altmark (TdA), sowie Bericht aus und Planung der weiteren Arbeit.

1. Mai 2018

Pfarrerinnen und Pfarrer im Ruhestand

Wir suchen Ruheständlerinnen und Ruheständler, die Freude daran haben, Neues zu erfahren und bereit sind sich mit ihren Fähigkeiten und Erfahrungen für drei oder vier Wochen in einen Gastdienst einzubringen. Das ist zugleich die Gelegenheit, einzigartige Teile Deutschlands kennen zu lernen, Gebiete, die für viele einmal unerreichbar waren, und dabei Menschen und Kirchengemeinden zu begegnen, die eine besonderen Geschichte erlebt haben.
Immer wieder erreichen uns Nachfragen von dort.

Rufen Sie ruhig an, wenn Sie Näheres wissen wollen (0173-8089741)

Pfr.i.R. Peter Diederichs

10. April 2017

Etwas fürs Ohr

Hier sollen Sie einmal etwas über Tondokumente von der Ev. Zehntgemeinschaft hören. Viel Spaß!

Radio Jade, Sendung “Angedacht” von Ursula Plote (Pastorin im Ruhestand)

Radio M, ein Beitrag von Mareike Andert

29. August 2016

“alles hat seine Zeit”

nicht nur der Sommer, von dem wir uns langsam verabschieden müssen, auch manche, sehr einsatzfreudige Mitarbeiter/innen aus dem Kreis der Ev. Zehntgemeinschaft ziehen sich zurück. Sie merken, dass es nicht mehr so geht wie noch vor ein paar Jahren. Und daher bin ich immer auf der Suche nach “Neuen”, nach Personen, die wirklich bereit sind, drei oder vier Wochen lang etwas ganz Anderes zu erfahren. Denn das ist der Gewinn eines “Gastdienstes”,  andere Strukturen, andere Gemeinden, andere Menschen und große Dankbarkeit zu erleben. Hinzu kommt die Erfahrung, “dass man gebraucht wird”, wenn durch Urlaub, Krankheit, Fortbildung oder Vakanz Hilfe nötig ist.

Ruheständlerinnen und Ruhständler, die Näheres wissen möchten, mögen sich bei mir melden (02855-961206 / 0173 8089 741)

Peter Diederichs, Pfr.i.R.