English version of this page

4. Dezember 2018

Willkommen

bei der Evangelischen Zehntgemeinschaft Jerichow!

Seit 1999 stellen Pfarrerinnen und Pfarrer im Ruhestand einen Teil ihrer Zeit zur Verfügung, um Gastdienste in Kirchengemeinden zu übernehmen, die auf Unterstützung angewiesen sind. Auf unseren Internetseiten können Sie mehr erfahren über diese Gemeinschaft mit Sitz in Jerichow – auch darüber, wie Sie ihre Dienste in Anspruch nehmen oder selbst mitarbeiten können.

Für weitere Informationen stehen wir gerne zur Verfügung.

Hermann de Boer, Leiter der EZG

1. Januar 2020

Angedacht – Gedanken zum Monatsspruch

Gott ist treu.

1. Korinther 1,9a

Was für eine Aussage! Normalerweise lese ich einen Bibeltext gern im Zusammenhang, weil er sich dadurch am Besten erschließt. Aber hier ist es gerade die Schlichtheit dieser drei Worte, die diese Aussage und nichts anderes betont. Das gilt und hat ewig Bestand.

In den Paulusbriefen finden sich noch mehrere dieser Aussagen über Gottes Treue. Manchmal betont Paulus die Treue Gottes auch im Gegensatz zur Untreue von uns Menschen. Wir sind leider nicht so zuverlässig wie Gott.

Gott ist treu, unabhängig von unserem Fühlen und Befinden. Unser Verhalten schwankt immer wieder hin und her, je nachdem wie wir z.B. unsere Mitmenschen erleben. Vor ein paar Tagen waren zwei unserer Enkel zu Besuch. Der Älteste hat etwas Probleme, Anweisungen zu befolgen. Wahrscheinlich ist das ganz normal. Aber ärgerlich, zum Teil auch gefährlich für ihn, kann das schon mal sein. Doch darf das unser Verhältnis belasten?

Gott ist anders. Er ist treu. Er steht zu seinen Zusagen. Schon sein Name, mit dem er sich von Mose am brennenden Dornbusch zu erkennen gab, drückt das aus: „Ich werde sein, der ich sein werde.“ (2. Mo. 3, 14). Das bedeutet, er ist immer der Gleiche. Er ändert sich nicht, er ist nicht willkürlich.

Weil Gott der treue Gott ist, gelten seine Zusagen immer, für alle Zeiten. Er ist bei uns in jeder Situation. Weihnachten liegt hinter uns. Christi Kommen in die Welt ist verbunden mit dem Namen Immanuel: Gott ist mit uns. Und gerade weil Jesus bei uns Menschen lebte, kennt er unser Leid und ist gerade dann bei uns. Und dann gibt es noch jede Menge Zusagen, die Gott in seinem Wort macht: An Noah und seine Nachkommen, dass Saat und Ernte nicht aufhören; an Jesu Jünger beim Abschied, bei ihnen zu sein; in der Offenbarung, einen neuen Himmel und eine neue Erde zu schaffen und dass wir Teilhaber daran sein können. Diese Liste ließe sich beliebig fortsetzen.

Johannes betont in seinem ersten Brief, dass Gott treu und gerecht ist und die Sünden vergibt (1. Joh. 1, 9). Da brauche ich nicht ständig über mein Versagen zu grübeln, mich nicht ständig für mein Fehlverhalten anzuklagen, was ich alles falsch gemacht habe und wie ungerecht ich bin.

Treue hat im Griechischen denselben Wortstamm wie Glaube. Der Mensch glaubt und Gott ist treu. In diesen Zusammenhang passt auch die Jahreslosung 2020: „Ich glaube, hilf meinem Unglauben“ (Mk. 9, 24 ). Lassen wir uns von dem treuen Gott diesen Glauben schenken.

Lindolfo Weingärtner, ein lutherischen Pfarrer in Brasilien, schrieb in seinem Buch „Wer gesehen hat muss schreien“ das folgende Gedicht:

DU BIST, DER DU BIST

Herr,
meine Not ist,
dass ich immer wieder
meine Stimmungen auf dich projiziere.
Ich meine, du seist traurig,
wenn ich traurig bin,
du denkest nicht an mich,
wenn ich nicht an dich denke.
Ich mache dich
zu einem Spiegel meiner Seele
und sehe dann nichts anderes in dem Spiegel
als mich selbst.
Ich tilge das Gefälle
zwischen dir und mir
und verhindere so,
dass deine Gnade in mich fließt,
dass dein Wort mich wandelt.

Vergib mir, Herr,
meinen Bilderdienst!
Zeige mir, dass du bist,
der du bist:
der Gott der Treue,
der unwandelbaren Liebe,
der Gott, der größer ist
als mein wankelmütiges Herz,
der sich in Jesus Christus
festgelegt hat
für Zeit und Ewigkeit
als der Erlöser und der Erbarmer.

Du Gott der Wahrheit,
wandle du mein Herz!

Das Copyright für das Gedicht hat der Erlanger Verlag für Mission und Ökumene, Neuendettelsau

Werner Wiebe

15. November 2019

Neuigkeiten EZG

21. Konvent der EZG in Jerichow

Vom 7. bis 9. November 2019 hat in Jerichow der 21. Konvent der Evangelischen Zehntgemeinschaft stattgefunden, an dem 31 Personen teilgenommen haben.

Am ersten Tag wurde in Arbeitsgruppen intensiv über die Erfahrungen während der Gastdienste und der Präsenzdienste im vergangenen Jahr diskutiert. Am Abend berichtete zunächst Superintendent Kleemann über die Situation im Kirchenkreis Stendal, in dem es einige unbesetzte Pfarrstellen gibt, in dem das Alter der Pfarrerinnen und Pfarrer aber unter dem Durchschnitt in der Ev. Kirche in Mitteldeutschland liegt. Im September hat Friedrich Kramer sein neues Amt als Bischof der EKM angetreten. Sup. Kleemann stellte außerdem die Studie „Stadt, Land, Frust“ vor, in der die Belastungen im kirchlichen Dienst erhoben und analysiert werden. Der Pfarrbereich Jerichow ist seit Mai 2019 vakant, nachdem die bisherige Pfarrerin die Gemeinde verlassen hat. Es folgten die Berichte von Volkhard Dietrich zu den Finanzen der EZG und von Hermann de Boer zu seinem ersten Jahr als Leiter der EZG.

Am zweiten Tag stand ein Ausflug nach Werben an der Elbe, in die kleinste Hansestadt der Welt, auf dem Programm. Herr Hufschmidt vom Arbeitskreis Werbener Altstadt führte die Gruppe durch die sehenswerte St. Johanniskirche, eine hochgotische Hallenkirche mit wertvollen Altären.

Am Nachmittag befasste sich eine Podiumsdiskussion mit dem Thema „30 Jahre Umbruch“. Christoph Dieckmann, Theologe und Journalist bei der „Zeit“, und Alt-Bischof Axel Noack berichteten über ihre Eindrücke während der friedlichen Revolution und auch über die Wunden, die 30 Jahre nach der Einheit noch längst nicht geheilt sind. Es war ein spannendes und für viele aus dem Westen lehrreiches Gespräch. Am Abend las Christoph Dieckmann im Bürgerhaus in Jerichow aus seinem Buch „Mein Abendland. Geschichten deutscher Herkunft“.

Am letzten Tag wurden in einer ausführlichen Gesprächsrunde mehrere Themen beraten, die die Zukunft der EZG betreffen. Verabschiedet wurden neue Leitsätze der EZG, die künftig Interessenten zugeschickt werden, damit sie sich ausdrücklich mit ihnen einverstanden erklären. Um die EZG bekannter zu machen, soll auf dem Ökumenischen Kirchentag, der vom 12. bis 16.5.2021 in Frankfurt stattfinden wird, ein Stand auf dem Markt der Möglichkeit angemeldet und über die Arbeit der EZG informiert werden. Der 22. Konvent der EZG wird vom 19. bis 21.11.2020 in Neudietendorf bei Erfurt stattfinden.

Hermann de Boer

Die neue Saison hat begonnen

Die ersten Gastdienste in diesem Jahr sind bereits beendet, andere beginnen in den kommenden Tagen oder Wochen. Insgesamt konnten wir bisher 37 Gastdienste für das Jahr 2019 vermitteln. Die Einsatzorte reichen von Eisenhüttenstadt im Osten (Brandenburg) bis Werferlingen im Westen (Sachsen-Anhalt) und von der Reuterstadt Stavenhagen im Norden (Mecklenburg) bis Unterkatz im Süden (Thüringen). Dazu kommt der Präsenzdienst in der Klosterkirche Jerichow. Vom 1. Juni bis zum 15. September sind wieder neun Mitglieder der Evangelischen Zehntgemeinschaft dort im Einsatz.

Erfreulicherweise haben sich wieder viele aus dem Kreis der EZG für einen Gastdienst bereit erklärt, mehrere zum ersten Mal. Einige übernehmen sogar zwei oder drei Dienste in diesem Jahr. Leider mussten wir drei Gemeinden aber auch absagen, weil wir dafür niemanden mehr finden konnten. Einige unserer Mitglieder haben ihre Mitarbeit aus Altersgründen beendet, andere können in diesem Jahr aus gesundheitlichen Gründen keinen Dienst wahrnehmen.

Um auch in Zukunft möglichst allen Nachfragen aus den Gemeinden nachkommen zu können, brauchen wir dringend weitere Pfarrerinnen und Pfarrer im Ruhestand, die ihre Zeit zur Verfügung stellen und bei der Evangelischen Zehntgemeinschaft mitarbeiten.

„Wir haben Zeit – Wir geben Zeit“ – Neuer Flyer der EZG

Werbung ist wichtig, damit Pfarrerinnen und Pfarrer im Ruhestand neu zur Evangelischen Zehntgemeinschaft hinzukommen. Wir haben deshalb einen neuen Flyer erstellt mit Informationen und Kontaktadressen.

Dieser Flyer ist in unserem Büro in Jerichow oder bei Hermann de Boer erhältlich. Wer die Möglichkeit hat, kann den Flyer gerne an Interessierte weitergeben.

4. Dezember 2018

Neuigkeiten

30. November 2018

Auf gute Zusammenarbeit

Auf dem 20. Konvent, der Anfang November 2018 in Jerichow stattgefunden hat, wurde ich als neuer Leiter der EZG eingeführt. Nachdem ich in den vergangenen Jahren selbst Gastdienste in mehreren Gemeinden wahrgenommen habe, freue ich mich nun auf die neue Aufgabe. Mir liegt an einem guten Kontakt zu allen, die in der EZG mitarbeiten, wie auch zu den Gemeinden und Kirchenkreisen, die Gastdienste in Anspruch nehmen möchten. Ich werde mich besonders darum bemühen, Pfarrerinnen und Pfarrer, die erst in jüngster Zeit in den Ruhestand gegangen sind, für die EZG zu gewinnen. Denn unsere Gastdienste eröffnen neue Einsichten, fördern Begegnungen und sind eine wirksame Unterstützung für viele Gemeinden.

Ich hoffe auf eine gute Zusammenarbeit und danke für das Vertrauen.

Hermann de Boer, Superintendent i.R.

Der alte und der neue "Oberbruder"

14. November 2018

Ein neuer “Oberbruder”

Der 20. EZG-Konvent liegt hinter uns. 32 Personen nahmen teil am Erfahrungsaustausch, dem Besuch der ehemaligen Bishofsresidenz und hörten den Vortrag von Dr. Zimmerling über “Glauben lernen auf den Spuren Bonhoeffers – Seelsorge und Spiritualität”. Am Samstag erfolgte im Zusammenhang mit dem Reisesegen meine Entpflichtung als Leiter der EZG und die Beauftragung von Sup.i.R. Hermann de Boer. Somit hat die EZG von nun an einen anderen Leiter. Die für diese Seite damit verbundenen Änderungen werden in nächster Zeit durchgeführt.

Ich danke allen, die mich in den 15 Jahren “Amtszeit” in der Arbeit und und die EZG überhaupt unterstützt haben.
Peter Diederichs Pfr.i.R.

21. September 2018

20. Konvent in Jerichow

Nach dem Konvent ist vor dem Konvent. Der nächste, es wird der zwanzigste sein, soll am 8. bis 10. November statt finden. Da treffen wir uns, um einander näher kennen zu lernen, Erfahrungen auszutauschen, Neues zu hören.
Auf dem Programm stehen ein Ausflug in die Umgebung, ein Vortrag und eine Aufführung des Theaters der Altmark (TdA), sowie Bericht aus und Planung der weiteren Arbeit.

1. Mai 2018

Pfarrerinnen und Pfarrer im Ruhestand

Wir suchen Ruheständlerinnen und Ruheständler, die Freude daran haben, Neues zu erfahren und bereit sind sich mit ihren Fähigkeiten und Erfahrungen für drei oder vier Wochen in einen Gastdienst einzubringen. Das ist zugleich die Gelegenheit, einzigartige Teile Deutschlands kennen zu lernen, Gebiete, die für viele einmal unerreichbar waren, und dabei Menschen und Kirchengemeinden zu begegnen, die eine besonderen Geschichte erlebt haben.
Immer wieder erreichen uns Nachfragen von dort.

Rufen Sie ruhig an, wenn Sie Näheres wissen wollen (0173-8089741)

Pfr.i.R. Peter Diederichs

10. April 2017

Etwas fürs Ohr

Hier sollen Sie einmal etwas über Tondokumente von der Ev. Zehntgemeinschaft hören. Viel Spaß!

Radio Jade, Sendung “Angedacht” von Ursula Plote (Pastorin im Ruhestand)

Radio M, ein Beitrag von Mareike Andert

29. August 2016

“alles hat seine Zeit”

nicht nur der Sommer, von dem wir uns langsam verabschieden müssen, auch manche, sehr einsatzfreudige Mitarbeiter/innen aus dem Kreis der Ev. Zehntgemeinschaft ziehen sich zurück. Sie merken, dass es nicht mehr so geht wie noch vor ein paar Jahren. Und daher bin ich immer auf der Suche nach “Neuen”, nach Personen, die wirklich bereit sind, drei oder vier Wochen lang etwas ganz Anderes zu erfahren. Denn das ist der Gewinn eines “Gastdienstes”,  andere Strukturen, andere Gemeinden, andere Menschen und große Dankbarkeit zu erleben. Hinzu kommt die Erfahrung, “dass man gebraucht wird”, wenn durch Urlaub, Krankheit, Fortbildung oder Vakanz Hilfe nötig ist.

Ruheständlerinnen und Ruhständler, die Näheres wissen möchten, mögen sich bei mir melden (02855-961206 / 0173 8089 741)

Peter Diederichs, Pfr.i.R.