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4. Dezember 2018

Willkommen

bei der Evangelischen Zehntgemeinschaft Jerichow!

Seit 1999 stellen Pfarrerinnen und Pfarrer im Ruhestand einen Teil ihrer Zeit zur Verfügung, um Gastdienste in Kirchengemeinden zu übernehmen, die auf Unterstützung angewiesen sind. Auf unseren Internetseiten können Sie mehr erfahren über diese Gemeinschaft mit Sitz in Jerichow – auch darüber, wie Sie ihre Dienste in Anspruch nehmen oder selbst mitarbeiten können.

Für weitere Informationen stehen wir gerne zur Verfügung.

Hermann de Boer, Leiter der EZG

4. September 2019

Angedacht – Gedanken zum Monatsspruch

Was hülfe es dem Menschen, wenn die ganze Welt gewönne und nähme doch Schaden an seiner Seele? Matth. 16 V.26

Seit Juli ist Erntezeit. Überall fahren die Erntemaschinen über die Felder und bringen die Ernte ein. Die Ernte wird auch dieses Jahr wieder zu knapp ausfallen. In der Weltwirtschaft läuft etwas schief. Mit komplizierten Programmen wird versucht, die Ernte zu optimieren, mehr aus der Erde zu holen, angeblich um den Hunger in der Welt zu besiegen, aber eigentlich nur, um noch mehr zu haben, noch mehr zu besitzen, noch reicher zu werden.

Es geht nicht um die Hungernden, denn die armen Länder bekommen von dem ganzen Reichtum nichts ab. Es geht nicht um die Nahrung! Es geht nur darum, mehr zu verdienen, das Kapital zu erhöhen um immer reicher zu werden. Immer weniger Menschen besitzen immer mehr. Der Traum der Weltherrschaft ist immer wieder in den Köpfen, in der Politik, in den Medien und auch in den Herzen der Menschen. Die Warnung Jesu ist heute aktueller denn je.

Wer die ganze Welt gewinnen will, der nimmt Schaden an seiner Seele, denn er hat den falschen Blickwinkel.

Ob Jesus daran dachte, wie er seine Mission begonnen hatte?

Die Erde kann man nicht besitzen. Trotzdem liegt in dem Angebot eine ganz große Versuchung. Die Bibel erzählt davon, wie Jesus versucht wurde. Der Teufel führte ihn auf einen hohen Berg. Wo mag er gelegen haben? Am Ende der Erde, von wo man alles übersehen könnte? Vielleicht also Spanien? Paulus träumte auch davon, bis dorthin zu kommen und so der ganzen Welt das Evangelium zu bringen. Oberhalb von Barcelona erhebt sich der Berg „Tibidabo”. Der Legende nach ist es der Berg. Der Ausblick ist wirklich wunderschön: Spanische Sonne, blauer Himmel, weiße Felsen, die Stadt, der Strand und das Meer. „Und der Preis?”, fragt Jesus. „Wenn du mich anbetest”, sagt der Teufel und meint: „Wenn du deinen Auftrag aufgibst und mir gehorchst. Deine Seele gegen die ganze Erde!“ Jesus reagiert gelassen: „Du sollst allein Gott deinen Herrn anbeten und ihm dienen.” Keine Chance und keinen Schaden an seiner Seele? Keine Versuchung? Doch!

Jesus hatte sich dreißig Jahre intensiv auf seine Aufgabe vorbereitet. Er war fleißig, gehorchte seinen Eltern, half natürlich zuhause in der Werkstatt und auch der Mutter. Bei der Hochzeit zu Kanaan, weiß er mit den Bediensteten umzugehen. Natürlich kennt er die Sorgen und die Nöte der Fischer am See, weiß von den Naturtheatern, in denen auch eine große  Menschenmenge jedes Wort versteht, kennt die Hirten und ihre Herden, die Menschen in Jerusalem und die Gedanken, die sie beschäftigen, natürlich hat er auch privater Kontakte geknüpft. Man kann nicht mit einer Gruppe von 12 Männern ohne Tasche und Beutel losziehen. Als ich als Lehrer mit meinen Schülern über diese Situation sprach, haben sie das immer so geglaubt. Einmal sagte ich: „Wir leben von dem, was wir finden!“ Das Entsetzen war groß, bis ich sagte: „Vielleicht finden wir einen Hamburger.“ Das befreiende Gelächter war herrlich. Natürlich muss man sich vorbereiten, die Landschaft erkunden, Zeitpläne und Karten studieren. So einfach geht das nicht.

Mit 30 Jahren war Jesus erwachsen und nicht eher konnte er seine eigenen Wege gehen. Aber dann begann er seine Mission mit Fasten und Beten.

Wie schön wäre es, gleich erfolgreich zu sein, ohne lange Vorbereitung und Anstrengung alles zu haben! Das ist die Versuchung, die heute die zahlreichen Wettbewerbe im Fernsehen befriedigen. Von jetzt auf gleich Hunderte oder Millionen von Followern, am besten die ganze Welt!

Was hülfe es dem Menschen, wenn er die ganze Welt gewönne und nähme doch Schaden an seiner Seele?

Das gilt auch heute! Millionenfach tragen die jungen Leute schwerste Schäden davon. Das wird selbstverständlich riskiert. Selber schuld? Wie sollen die jungen Menschen das begreifen, sie sehen doch nur die Chance? Teuflisch? Ja!

Unsere Welt hat den falschen Blickwinkel, den Blick vom Tibidabo! Es scheint so einfach, alles zu bekommen und zu besitzen, aber erstens gehört die Erde Gott und nicht dem Teufel und zweitens kann man ein solches Geschenk nicht unbeschadet bekommen, denn es überfordert. Die Seele trägt schwere Schäden davon, man wird traumatisiert und verändert sich für sein ganzes Leben. Nur der Sohn Gottes, Jesus Christus, konnte die Herrschaft über die ganze Erde von seinem Vater bekommen, indem er den vorgezeichneten Weg ging. Anders geht es nicht: „Was du ererbt von deinen Vätern, erwirb es, um es zu besitzen“, sagte Goethe und er wusste aus eigener Erfahrung, wie schwierig das sein kann. Sein Weg führte von Frankfurt nach Weimar und dann in alle Welt als der Dichterfürst.

Jeder von uns muss zu seinem Weg Ja sagen. Und was ist mein Weg? Suche ihn, auch im Gebet, und wenn du ihn gefunden hast, dann lass dich nicht beirren und geh deinen Weg. So kannst du deine ganz eigene Welt gewinnen ohne Schaden zu nehmen.

Du kannst deine Welt gewinnen und lass dir daran genug sein!

Gottfried Zurbrügg

1. Juli 2019

Neuigkeiten EZG

Die neue Saison hat begonnen

Die ersten Gastdienste in diesem Jahr sind bereits beendet, andere beginnen in den kommenden Tagen oder Wochen. Insgesamt konnten wir bisher 37 Gastdienste für das Jahr 2019 vermitteln. Die Einsatzorte reichen von Eisenhüttenstadt im Osten (Brandenburg) bis Werferlingen im Westen (Sachsen-Anhalt) und von der Reuterstadt Stavenhagen im Norden (Mecklenburg) bis Unterkatz im Süden (Thüringen). Dazu kommt der Präsenzdienst in der Klosterkirche Jerichow. Vom 1. Juni bis zum 15. September sind wieder neun Mitglieder der Evangelischen Zehntgemeinschaft dort im Einsatz.

Erfreulicherweise haben sich wieder viele aus dem Kreis der EZG für einen Gastdienst bereit erklärt, mehrere zum ersten Mal. Einige übernehmen sogar zwei oder drei Dienste in diesem Jahr. Leider mussten wir drei Gemeinden aber auch absagen, weil wir dafür niemanden mehr finden konnten. Einige unserer Mitglieder haben ihre Mitarbeit aus Altersgründen beendet, andere können in diesem Jahr aus gesundheitlichen Gründen keinen Dienst wahrnehmen.

Um auch in Zukunft möglichst allen Nachfragen aus den Gemeinden nachkommen zu können, brauchen wir dringend weitere Pfarrerinnen und Pfarrer im Ruhestand, die ihre Zeit zur Verfügung stellen und bei der Evangelischen Zehntgemeinschaft mitarbeiten.

„Wir haben Zeit – Wir geben Zeit“ – Neuer Flyer der EZG

Werbung ist wichtig, damit Pfarrerinnen und Pfarrer im Ruhestand neu zur Evangelischen Zehntgemeinschaft hinzukommen. Wir haben deshalb einen neuen Flyer erstellt mit Informationen und Kontaktadressen.

Dieser Flyer ist in unserem Büro in Jerichow oder bei Hermann de Boer erhältlich. Wer die Möglichkeit hat, kann den Flyer gerne an Interessierte weitergeben.

21. Konvent in Jerichow

Auch in diesem Jahr wird wieder ein Konvent der Evangelischen Zehntgemeinschaft stattfinden, und zwar vom 7. bis 9. November 2019. 30 Jahre nach dem Fall der Mauer soll das Verhältnis zwischen Ost und West in Deutschland im Mittelpunkt stehen. Dazu haben wir Christoph Dieckmann, Journalist und Buchautor aus Berlin, zum Gespräch und zu einer Lesung eingeladen.

Außerdem geht es bei dem Treffen darum, einander kennenzulernen, Erfahrungen auszutauschen und aktuelle Entwicklungen wahrzunehmen. Hermann de Boer, der neue Leiter der EZG, wird seinen ersten Bericht geben. Ein gemeinsamer Ausflug führt in die nähere Umgebung.

4. Dezember 2018

Neuigkeiten

30. November 2018

Auf gute Zusammenarbeit

Auf dem 20. Konvent, der Anfang November 2018 in Jerichow stattgefunden hat, wurde ich als neuer Leiter der EZG eingeführt. Nachdem ich in den vergangenen Jahren selbst Gastdienste in mehreren Gemeinden wahrgenommen habe, freue ich mich nun auf die neue Aufgabe. Mir liegt an einem guten Kontakt zu allen, die in der EZG mitarbeiten, wie auch zu den Gemeinden und Kirchenkreisen, die Gastdienste in Anspruch nehmen möchten. Ich werde mich besonders darum bemühen, Pfarrerinnen und Pfarrer, die erst in jüngster Zeit in den Ruhestand gegangen sind, für die EZG zu gewinnen. Denn unsere Gastdienste eröffnen neue Einsichten, fördern Begegnungen und sind eine wirksame Unterstützung für viele Gemeinden.

Ich hoffe auf eine gute Zusammenarbeit und danke für das Vertrauen.

Hermann de Boer, Superintendent i.R.

Der alte und der neue "Oberbruder"

14. November 2018

Ein neuer “Oberbruder”

Der 20. EZG-Konvent liegt hinter uns. 32 Personen nahmen teil am Erfahrungsaustausch, dem Besuch der ehemaligen Bishofsresidenz und hörten den Vortrag von Dr. Zimmerling über “Glauben lernen auf den Spuren Bonhoeffers – Seelsorge und Spiritualität”. Am Samstag erfolgte im Zusammenhang mit dem Reisesegen meine Entpflichtung als Leiter der EZG und die Beauftragung von Sup.i.R. Hermann de Boer. Somit hat die EZG von nun an einen anderen Leiter. Die für diese Seite damit verbundenen Änderungen werden in nächster Zeit durchgeführt.

Ich danke allen, die mich in den 15 Jahren “Amtszeit” in der Arbeit und und die EZG überhaupt unterstützt haben.
Peter Diederichs Pfr.i.R.

21. September 2018

20. Konvent in Jerichow

Nach dem Konvent ist vor dem Konvent. Der nächste, es wird der zwanzigste sein, soll am 8. bis 10. November statt finden. Da treffen wir uns, um einander näher kennen zu lernen, Erfahrungen auszutauschen, Neues zu hören.
Auf dem Programm stehen ein Ausflug in die Umgebung, ein Vortrag und eine Aufführung des Theaters der Altmark (TdA), sowie Bericht aus und Planung der weiteren Arbeit.

1. Mai 2018

Pfarrerinnen und Pfarrer im Ruhestand

Wir suchen Ruheständlerinnen und Ruheständler, die Freude daran haben, Neues zu erfahren und bereit sind sich mit ihren Fähigkeiten und Erfahrungen für drei oder vier Wochen in einen Gastdienst einzubringen. Das ist zugleich die Gelegenheit, einzigartige Teile Deutschlands kennen zu lernen, Gebiete, die für viele einmal unerreichbar waren, und dabei Menschen und Kirchengemeinden zu begegnen, die eine besonderen Geschichte erlebt haben.
Immer wieder erreichen uns Nachfragen von dort.

Rufen Sie ruhig an, wenn Sie Näheres wissen wollen (0173-8089741)

Pfr.i.R. Peter Diederichs

10. April 2017

Etwas fürs Ohr

Hier sollen Sie einmal etwas über Tondokumente von der Ev. Zehntgemeinschaft hören. Viel Spaß!

Radio Jade, Sendung “Angedacht” von Ursula Plote (Pastorin im Ruhestand)

Radio M, ein Beitrag von Mareike Andert

29. August 2016

“alles hat seine Zeit”

nicht nur der Sommer, von dem wir uns langsam verabschieden müssen, auch manche, sehr einsatzfreudige Mitarbeiter/innen aus dem Kreis der Ev. Zehntgemeinschaft ziehen sich zurück. Sie merken, dass es nicht mehr so geht wie noch vor ein paar Jahren. Und daher bin ich immer auf der Suche nach “Neuen”, nach Personen, die wirklich bereit sind, drei oder vier Wochen lang etwas ganz Anderes zu erfahren. Denn das ist der Gewinn eines “Gastdienstes”,  andere Strukturen, andere Gemeinden, andere Menschen und große Dankbarkeit zu erleben. Hinzu kommt die Erfahrung, “dass man gebraucht wird”, wenn durch Urlaub, Krankheit, Fortbildung oder Vakanz Hilfe nötig ist.

Ruheständlerinnen und Ruhständler, die Näheres wissen möchten, mögen sich bei mir melden (02855-961206 / 0173 8089 741)

Peter Diederichs, Pfr.i.R.