{"id":928,"date":"2020-01-01T18:20:24","date_gmt":"2020-01-01T18:20:24","guid":{"rendered":"https:\/\/www.ezgj.de\/?page_id=928"},"modified":"2026-07-30T17:05:21","modified_gmt":"2026-07-30T17:05:21","slug":"angedacht-gedanken-zum-monatsspruch","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/www.ezgj.de\/?page_id=928","title":{"rendered":"Angedacht-Gedanken zum Monatsspruch"},"content":{"rendered":"<h3>August 2026<\/h3>\n<h2 style=\"text-align: left;\"><strong>Jesus Christus spricht: Ich bin gekommen, damit sie das Leben haben und es in F\u00fclle haben.<\/strong><\/h2>\n<h2 style=\"padding-left: 40px; text-align: right;\"><strong>Johannes 10, 10<\/strong><\/h2>\n<p>Als Monatsspruch bekommt dieser Vers eine andere Aufmerksamkeit als beim normalen Bibellesen. Denn oft wird das Interesse eher den beiden Ich-bin-Worten Jesu gelten, die direkt davor und danach stehen. In Vers 9 sagt Jesus: Ich bin die T\u00fcr, und in Vers 11: Ich bin der gute Hirte. Dabei hat es auch der Monatsspruch durchaus in sich. Was hei\u00dft \u201eLeben in F\u00fclle\u201c oder \u201evolle Gen\u00fcge\u201c, wie die Lutherbibel das ausdr\u00fcckt? Dar\u00fcber lohnt es nachzudenken.<\/p>\n<p>Alle drei Verse weisen die Doppelb\u00f6digkeit auf, die f\u00fcr das Johannesevangelium so typisch ist. \u201eLeben in F\u00fclle\u201c \u2013 ist das im vollen Sinn auf dieser Seite des Todes wirklich m\u00f6glich? Im weiteren Verlauf des Kapitels spricht Jesus davon, dass er den Seinen das ewige Leben gibt. Diese Ebene schwingt in unserem Monatsspruch mit. Aber Jesus sagt das zu Menschen, die er jetzt und hier ansprechen will. Ihr Leben soll mit ihm und durch ihn eine andere Dimension, eine andere Tiefe bekommen. Er wei\u00df sich eins mit dem himmlischen Vater. Wer den konsequent in sein Leben l\u00e4sst, kann Entdeckungen machen \u2013 Leben in einer immerhin vorl\u00e4ufigen F\u00fclle. Bei dem Wort F\u00fclle kommt es allerdings auf den Blickwinkel an. \u201eH\u00fclle und F\u00fclle\u201c im landl\u00e4ufigen Sinn kann schwerlich gemeint sein.<\/p>\n<p>Die \u00dcbersetzung der Guten Nachricht spricht hier von \u201eLeben im \u00dcberfluss\u201c \u2013 eine Wortwahl, die heute missverst\u00e4ndlich ist. In der Mitte des vorigen Jahrhunderts war die Welt der Superreichen mit ihren Luxusyachten, Hubschraubern und Superevents noch weit entfernt. Eine \u201eJahrhundert-Hochzeit\u201c wie die von Jeff Bezos in Venedig war nicht vorstellbar. So kommt heute der \u00dcberfluss daher. Das k\u00f6nnen Christenmenschen nur kritisch bis verst\u00e4ndnislos kommentieren. Es gab Zeiten, da wurde das anders definiert. \u201eWas frag ich viel nach Geld und Gut, wenn ich zufrieden bin. Gibt Gott mir nur gesundes Blut, so hab\u00b4 ich frohen Sinn\u201c sagt ein altes Volkslied.<\/p>\n<p>Der Hamburger Kirchentag 2013 stand unter der Losung \u201eSo viel du brauchst\u201c. Das zielt in die gleiche Richtung wie der Wortlaut in der Lutherbibel \u2013 volle Gen\u00fcge. Der klingt zwar leicht altmodisch, aber es wird der Doppelb\u00f6digkeit des Johannesevangeliums gerecht. Vergangene Generationen haben sich das ewige Leben oft detailliert ausgemalt. Da sind wir heute sehr viel vorsichtiger. Dass man dann aber \u00a0\u201egenug\u201c haben wird, ohne unerf\u00fcllte W\u00fcnsche, das finde ich eine hilfreiche Vorstellung. Und auch jetzt schon f\u00fcr mein Leben dankbar zu sein, es in der Bilanz trotz aller Defizite f\u00fcr sinn<strong>gef\u00fcll<\/strong>t zu halten, dazu hilft mir mein Glaube. Im Paul-Gerhardt-Jahr soll der Dichter hier das letzte Wort haben: Wer nur den lieben Gott l\u00e4sst walten und hoffet auf ihn allezeit, den wird er wunderbar erhalten in aller Not und Traurigkeit. Ein Wegweiser zu einem Leben in F\u00fclle.<\/p>\n<p style=\"text-align: right;\">Friedhelm Voges<\/p>\n<p style=\"text-align: right;\">\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>August 2026 Jesus Christus spricht: Ich bin gekommen, damit sie das Leben haben und es in F\u00fclle haben. Johannes 10, 10 <\/p>\n<p>Als Monatsspruch bekommt dieser Vers eine andere Aufmerksamkeit als beim normalen Bibellesen. Denn oft wird das Interesse eher den beiden Ich-bin-Worten Jesu gelten, die direkt davor und danach stehen. 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