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Regelungen

Ein von der EZG vermittelter Gastdienst geschieht als zeitlich befristeter ehrenamtlicher Einsatz in Kirchengemeinden mit besonderem strukturellem Bedarf aufgrund von Urlaub, Kur, längerer Krankheit, Fortbildung oder bei befristeter Vakanz.

Für das Zustandekommen und die Durchführung eines Gastdienstes gelten folgende Regelungen:

Vor dem Dienst

1. Nachfrageprofil

Die Kirchengemeinde, die einen Gastdienst wünscht, erstellt ein Nachfrageprofil. Darin gibt sie Auskunft über die eigene Gemeinde und über die Aufgaben, die die/der Gastdienstleistende wahrnehmen soll.

2. Beschlüsse

Jeder Gastdienst der EZG muss durch entsprechende Beschlüsse des Gemeindekirchenrates und des jeweiligen Kirchenkreises (Superintendentur) abgesichert sein.

3. Vermittlung

Das EZG-Büro bzw. der Leiter der EZG übernimmt die Vermittlung des Gastdienstes.

4. Schriftliche Vereinbarung

Sobald sich die/der Gastdienstleistende und die Gemeinde über Ihre gegenseitigen Erwartungen einig geworden sind, erstellt das EZG-Büro eine schriftliche Vereinbarung, die von der/dem Gastdienstleistenden, der örtlichen Pfarrerin/dem örtlichen Pfarrer oder der/dem Vorsitzenden des Gemeindekirchenrates, der Superintendentur und der EZG unterschrieben wird.

5. Angemessene Unterbringung

Die gastgebende Gemeinde stellt der/dem Gastdienstleistenden und ggf. dem Partner/der Partnerin eine angemessene Unterkunft zur Verfügung. Diese kann das Pfarrhaus sein oder eine andere Dienstwohnung oder eine angemietete Wohnung. Angemessen bedeutet: ausreichend geräumig, möbliert, sauber und aufgeräumt. Die Unterkunft sollte, da es sich um einen Aufenthalt von mehreren Wochen handelt, nach Möglichkeit eine Küche bzw. Kochgelegenheit mit ausreichend Geschirr und Töpfen, Betten mit ordentlichen Matratzen und einen Kleiderschrank enthalten. Auch ein Zugang zu einer Waschmaschine ist wünschenswert.

6. Klare Absprachen

Rechtzeitig vor Dienstbeginn sollten zwischen der/dem Gastdienstleistenden und der Gemeinde klare Absprachen getroffen werden über die gegenseitigen Erwartungen und über das, was leistbar ist und was nicht.

Nach Möglichkeit sollte die/der Gastdienstleistende die Gemeinde vorab besuchen zum persönlichen Kennenlernen sowie zum Anschauen örtlicher Gegebenheiten. Auf jeden Fall erweist sich für genaue Absprachen bei Dienstantritt eine „Überlappung“ von ein bis zwei Tagen als sinnvoll.

7. Wichtige Informationen

Bereits vor Dienstbeginn sollte die/der Gastdienstleistende von der Gemeinde wichtige Informationen erhalten:

–                      die Gottesdienstordnung

–                      die Beerdigungsagende

–                      eine Liste mit Namen und Adressen von wichtigen Ansprechpersonen.

Eine Ankündigung im Gemeindebrief (und Schaukasten) möglichst mit einer Vorstellung der/des Gastdienstleistenden hat sich als sinnvoll erwiesen.

Bei Dienstantritt

1. Zugang zum Büro

Die/Der Gastdienstleistende sollte Zugang zum Gemeindebüro erhalten, damit sie/er dort Computer, Drucker und Internet nutzen kann.

2. Weitere Informationen

Der/Dem Gastdienstleistenden sollten bei Dienstantritt Ortspläne und Informationen zur Umgebung ausgehändigt werden. Dies erleichtert die Orientierung vor Ort.

Durchführung

1. Der Gastdienst umfasst in der Hauptsache Gottesdienste, Amtshandlungen, Seelsorge (Geburtstags-, Kranken-, Krankenhausbesuche) und sonstige Veranstaltungen (z.B. Gesprächskreise, Bibelstunden).

2. Verwaltungstätigkeit ist über ein Mindestmaß hinaus weder erforderlich noch erwünscht, abgesehen von unvorhergesehenen Vorgängen. In diesen Fällen und generell ist der/die Vakanzvertreter/in zuständig und einzuschalten bzw. der amtierende Gemeindekirchenrat.

3. Der Gastdienst geschieht unentgeltlich, jedoch gegen

  • kostenlose Unterbringung, ggf. auch für den Partner/die Partnerin
  • Erstattung der Fahrtkosten im Dienstbereich durch die Gemeinde
  • freie dienstliche Benutzung des Büros (Telefon, Fax, Porto etc.)
  • Manche unserer Gastdienstleistenden reisen mit der Bahn an. Wenn in dem Dienstbereich die Nutzung eines PKW erforderlich ist, bitten wir, ein entsprechendes Fahrzeug zur Verfügung zu stellen.

4. Wir freuen uns, wenn die/der Gastdienstleistende auf die Erstattung ihrer/seiner Fahrtkosten für die An- und Abreise sowie ggf. eines Vor-Besuchs zugunsten einer Spende für die EZG verzichtet.

5. Die/Der Gastdienstleistende ist während ihres/seines Dienstes versichert über die EZG.

6. Sollten sich während des Gastdienstes schwerwiegende Probleme ergeben, so dass die/der Gastdienstleistende erwägt, den Gastdienst vorzeitig abzubrechen, hat sie/er sich umgehend mit dem Leiter der EZG in Verbindung zu setzen.

7. Am Ende des Dienstes ist ein Gespräch mit dem/der Ortspfarrer/in zur Auswertung des Gastdienstes sinnvoll.

8. Die/Der Gastdienstleistende wird gebeten, nach Beendigung ihres/seines Gastdienstes einen Auswertungsbogen der EZG auszufüllen und an den Leiter der EZG zu senden.