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Angedacht-Gedanken zum Monatsspruch

Februar 2023

Sara aber sagte: Gott ließ mich lachen.

1. Mose 21, 6

Sarah lacht, weil Gott sie sieht.

Die spannende und eigentlich auch sehr dramatische Geschichte vom familiären Nachwuchs der Familie des Abraham und der Sara verweist zweimal darauf, dass die Ehefrau Sarah lacht. Einmal lacht Abraham mit. Das erste Mal ist es ein etwas bitteres Lachen, als sie die Boten im Hain Mamre belauscht, die prophezeien, dass sie, die Neunzigjährige, einen Sohn gebären soll: „Da lachte sie bei sich selbst und sprach: „Nun ich alt bin, soll ich noch der Liebe pflegen, und mein Herr ist auch alt!“ (1.Mose 18,12).

Denn viel zu lachen hatte sie nicht mehr, seit – sie selbst hatte es veranlasst – ihre Magd Hagar dem Abraham vor 14 Jahren schon einen Sohn, nämlich den Ismael geboren hatte. (Man lese 1. Mose 16!) Hagar blicke verächtlich auf Sara und wurde von Ihr im Zorn vertrieben. Hagar in der Vertreibung erkennt – und das ist unsere Jahreslosung geworden – dass Gott sie sieht (1.Mose 16,13) und ihr aus der Not heraushilft.

Nun bekommt Sara doch noch einen Sohn, den Isaak, den Sara sogar noch stillen kann. So hat Gott sie also auch angesehen und ihre Not gewendet. Bei dem jetzigen, ganz erleichterten Lachen, das Gott ihr bereitet hat, spielt es keine große Rolle, ob die Menschen ihrer Umgebung nun mit ihr lachen oder über sie lachen, wie manche Exegeten übersetzen.

Am Ende wird beiden Frauen der Hagar und der Sara verheißen, dass sie zahlreiche Nachkommen haben werden, auch wenn sie ganz verschiedene Wege gehen werden. In der erzählten Tradition werden aus Isaak die Juden, und daraus auch die Christen hervorgehen. Ismael aber wird zum Stammvater, von dem die Muslime herstammen.

Dass alles passiert, weil wir einen Gott haben der uns sieht und das soll uns fröhlich Lachen lassen, was manche auch mit „Jauchzen“ übersetzen.

Axel Noack